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23.02.2012
Einwohnerzahl: 17000er-Marke unterboten
Ende 2011 lebten in der Gemeinde 130 Menschen weniger als ein Jahr zuvor / Arbeitskreis erarbeitet Handlungskonzepte
VON GISELA BURMESTER

Hille (mt). Und wieder sinkt die Einwohnerzahl der Gemeinde Hille: Ende 2011 lebten hier 130 Menschen weniger als ein Jahr zuvor.

Die Einwohnerzahl in der Gemeinde Hille sinkt. MT-Grafik: Jörg Barner

2005 war das Rekordjahr: Damals waren nach Auskunft von Detlef Hartmann, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, 17535 Männer und Frauen mit einem Haupt- oder Nebenwohnsitz in der Gemeinde gemeldet. 2009 waren es dann nur noch 17102, 2010 17035, und nun ist die 17000er-Marke unterschritten. "Mit Datum 31. Dezember 2011 lebten hier nur noch 16905 Personen."

Dabei liegt die "echte" Zahl noch niedriger: Abgerechnet werden müssten eigentlich noch die Asylbewerber, deren Zahl schwankt und zurzeit wieder ansteigt, und die rumänischen Arbeitskräfte, die in Oberlübbe wohnen und im Schlachthof Lübbecke arbeiten.

Auch hier gibt es nach Auskunft von Sachbereichsleiterin Heike Horstmann laufend An- und Abmeldungen. Durch die große Zahl der Arbeiter lasse sich vermutlich auch erklären, warum sich in Oberlübbe die Einwohnerzahl erhöht habe. Für Holzhausen trifft das allerdings nicht zu, obwohl dort zentral die Asylbewerber untergebracht sind. Momentan leben 34 Asylsuchende unter anderem aus Eritrea, Nigeria, Angola, Serbien, Syrien und Armenien in den beiden Wohncontainern am Holzhauser Sportplatz. Im vergangenen Jahr gab es 14 Zuweisungen, 2010 waren es nur neun. "Ihre Zahl steigt durch die Flüchtlinge, die sich aus afrikanischen Krisengebieten in Richtung Europa aufgemacht haben", berichtet Detlef Hartmann.

In acht der neun Ortschaften sanken im vergangenen Jahr die Einwohnerzahlen, lediglich in Oberlübbe ist ein Plus von 20 Personen zu verzeichnen - aus den offenbar besagten Gründen.

721 Zuzügen in 2011 stehen 796 Abmeldungen des Wohnsitzes gegenüber. 118 Kinder wurden im vergangenen Jahr in der Gemeinde geboren. "Darunter waren drei Hausgeburten in Hille", wertet Heike Horstmann die Statistik aus. 173 Menschen starben. Zum Vergleich das Jahr 2010: 648 Zuzüge, 676 Wegzüge, 126 Geburten und 165 Sterbefälle.

Nicht alle im Einwohneramt gemeldeten Männer und Frauen haben in der Gemeinde Hille einen Hauptwohnsitz. Beispielsweise sind Studenten und jene, die beruflich bedingt eine Zweitwohnung nutzen müssen, nur mit einer Nebenwohnung registriert. In Eickhorst sind das 50 Personen, in Hartum 66, in Hille 203, in Holzhausen 64, in Nordhemmern 52, in Oberlübbe 107, in Rothenuffeln 155, in Südhemmern 45 und in Unterlübbe 32.

Die sinkende Einwohnerzahl sei, erklärt Heike Horstmann, durch mehrere Faktoren bedingt. Beispielsweise durch die Tatsache, dass die Geburtenzahlen die Sterbefälle nicht ausgleichen könnten - Stichwort "Demografischer Wandel". Zudem sei, sagt Detlef Hartmann, die Neubautätigkeit fast zum Erliegen gekommen. "Hauptursache ist die Streichung der Eigenheimzulage." Kombiniert mit der Ausweisung attraktiver Neubaugebiete habe das früher zu zahlreichen Zuzügen geführt.

Demografischer Wandel

Um die Konsequenzen des demografischen Wandels zu erkennen und womöglich aufzufangen, wurde im vergangenen Herbst ein Arbeitskreis mit Vertretern aus Politik und Verwaltung gegründet.

Er wertet nach Auskunft von Gerhard Uphoff, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, die Ergebnisse der im Frühjahr 2011 durchgeführten Bürgerbefragung aus. "Die Antworten wurden auf die vier Handlungsfelder Allgemeines, Kinder/Jugend/Familie/Senioren, Infrastruktur und Äußeres Erscheinungsbild verteilt." Bis Ende dieses Jahres solle ein Bericht mit Handlungsempfehlungen für Rat und Verwaltung erstellt werden.

Gerhard Uphoff: "Es ist ein langfristiger Prozess, in den zahlreiche Meinungen einfließen und berücksichtigt werden."

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 22.02.2012 um 23:10:13 Uhr

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Kommentare
Eine sozialistische Diskussionsrunde.

"Hab ich keine Argumente mehr, diskreditiere ich umso mehr."

@ Big Brother: Ich pflichte Hiller voll und ganz bei. Würde mich wundern, wenn Sie nicht mal in der Gemeinde wohnen.

Außer einer besserwisserischen Selbstdarstellung sind Ihre Beiträge sinnfrei.

In diesem Sinne... einer, der gerne in Hille wohnt.

is laughing you!

@Hiller
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. ;)

Fragen Sie sich doch, wer gerade einen dümmlichen Kommentar abgegeben hat. ;)

Es gibt viele Probleme, die Hiller Politik (Ihr Name paßt da auch zu) lässt sie liegen. Anpacken, Zweckmäßigkeit, Sinn und Verstand wären die Gebote der Stunde.

In diesem Sinne.

Immer wieder diese dümmlichen Kommentare von Big Brother...
Wieder wird über den BM hergezogen, als ob er alles verschuldet hat:
Korruption, Filz, desolate Haushaltslage und jetzt der Bewohnerschwund.
Genau, Big Brother, so ist das. Vorher war alles besser, und die jetzige Situation wurde nicht über die letzen Jahrzehnte so aufgetürmt... Als der Fürst noch da war, lief alles besser... Und dem haben Sie wahrscheinlich die Füße geküsst.
Lieber Big Brother, schauen Sie lieber fern. Am besten Sendungen mit angepassten Niveau. Der Name passt ja schon...

is watching you!!!

Erwähnenswert ist, dass der Anteil der Bevölkerung über 60 überproportional höher als im Bundesdurchschnitt ist. (MT Berichterstattung)

Woher sollen künftig die vielen Schüler für die ausgebaute Verbundschule in Hille kommen?

Woher sollen die Einkommenssteuereinnahmen für die Gemeinde kommen?

Es wurde sehr viel falsch gemacht und es will keiner was besser machen. WULFF ist überall.

Hauptsache, der Michi der BM WULFFt sich um seine Facebook Präsenz und den Bürgermeister-Ehrensold. Würde dieser nach Leistung gezahlt, müsste der kleine kahle Michi draufWULFFen.



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