Erste Bürgersolaranlage in der Gemeinde Hille in Betrieb genommen / Solargemeinschaft hofft auf weitere Anlagen
VON GISELA BURMESTER
Hille-Nordhemmern (mt). Die erste Bürgersolaranlage in der Gemeinde Hille wurde am vergangenen Samstag offiziell in Betrieb genommen. Die Module sind auf dem Dach der Sporthalle Nordhemmern aufgebracht (das MT berichtete).
132 Module wandeln Sonnenwärme in Strom um, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. "Die Anlage besitzt eine Leistung von 30 Kilowattpeak", sagte Hartmut Sandmann, Mitglied im Klimabündnis im Mühlenkreis und neben Wilhelm Rohlfing und Friedrich Schnelle einer der drei geschäftsführenden Gesellschafter der Solargemeinschaft Hille GbR 1, bei der Einweihungsfeier in der Sporthalle.
16 Anteilseigner, darunter auch die Gemeinde Hille und das Klimabündnis, nahmen ihren "Sonnenschein", der sie als Miteigentümer an der Bürgersolaranlage ausweist, entgegen. Jeder "Sonnenschein" hat einen Wert von 1000 Euro, maximal fünf durfte jeder kaufen. "Wir wollten das Projekt auf möglichst viele Schultern verteilen", sagte gestern Hartmut Sandmann auf MT-Anfrage. In die Anlage investiert wurden gut 80000 Euro. Am 22. Dezember 2011 waren die Module bereits betriebsbereit - die Voraussetzung, um noch in den vollen Genuss der Einspeisevergütung, die mit Beginn dieses Jahres verringert wurde, zu kommen. Am 23. Januar ging die Anlage ans Netz. Für jede erzeugte Kilowattstunde zahlt Energieversorger Eon 28,76 Cent und das garantiert für 20 Jahre. "Nach zehn bis zwölf Jahren rechnen wir mit Gewinnen." Für Hartmut Sandmann und seine Mitstreiter soll mit der Bürgersolaranlage in Nordhemmern noch nicht Schluss sein. "Wir hoffen auf Folgeprojekte, um die erneuerbaren Energien voranzutreiben. Immerhin sparen wir mit der neuen Anlage innerhalb von 20 Jahren 300 Tonnen Kohlendioxid ein."
Begeistert zeigte er sich von der Unterstützung seitens der Gemeinde und hier besonders von den Verwaltungsmitarbeitern Gerhard Uphoff und Bernd Küchhold, die kompetente Ansprechpartner bei der Realisierung des Projekts gewesen seien.
Bürgermeister Michael Schweiß, der sich angesichts der "Verspargelung" der Landschaft mit Windrädern als Fan von Photovoltaikanlagen bekannte, sprach von einem Vorzeigeobjekt und machte der Solargemeinschaft Mut: "Als weitere Dachflächen könnten die Sporthallen in Unterlübbe und Rothenuffeln in Betracht kommen. Die Gemeinde wird weitere Projekte unterstützen."
Dann sollte man sich lieber einen sonnigen, anstelle eines warmen Sommers wünschen. Geht ja nicht unbedingt Hand in Hand, sonnig und warm. Außerdem kann man sich über ziemlich sonnigen Januar als Eigentümer eine PV anlage wohl nicht beschweren!
Petershäger schrieb am 07.02.2012 09:49 Uhr
Naja, wollen wir mal nicht so kleinlich sein.
Das es hier nicht um Solarthermie geht, dürfte ja fast klar sein und es geht ja auch aus dem Text hervor. Da es sich trotzdem um solare Energie handelt ist doch alles im Lot.
Bezüglich des Wirkungsgerades haben Sie Recht: Er verringert sich in der Tat, wenn sich Module übermäßig erhitzen. Trotzdem hat eine hohe Sonneneinstrahlung auch einen hohen Ertrag hinsichtlich der Produktion. Und da die Module auf dem Flachdach der Halle aufgeständert sind, ist mit einer guten hinterlüftung zu rechnen... Ist doch alles bestens! Mir gefällts.
AntiAtomStrom schrieb am 07.02.2012 07:30 Uhr
Eine Solaranlage wandelt Wärme um und erhitzt Wasser. Wenn Strom erzeugt wird handelt es sich hierbei um eine Photovoltageanlage.
Eine Photovoltageanlage arbeitet unter kühlen Bedingungen besser, Wärme erhöht den Widerstand und der Strom fließt schlechter. Ein heißer Sommer ist somit genau das verkehrte.
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