Bereits zum zweiten Mal nach 2011 haben junge und alte Schlittschuhläufer nun die Gelegenheit, auf der etwa 150 Quadratmeter großen Fläche ihre Runden und Pirouetten zu drehen oder Eishockey zu spielen - bei freiem Eintritt.
Schnell hatten sich einige Spieler für ein Eishockeyspiel gefunden. MT- | Fotos: Gisela Burmester
Zu verdanken haben sie diesen Winterspaß den Holzhausern Jürgen Burghard, Thorsten Domeier, Jürgen Generotzky, Thomas Schütte, Herbert Anton und Joachim Ullrich, die in diesem Jahr tatkräftig in die Hände spuckten, um die Eisbahn pünktlich zum Dauerfrost fertigzustellen. Dabei konnten sie auf die Unterstützung der Gemeinde Hille, die kostenlos Wasser und Strom bereitstellte und das Projekt auf dem Sportplatz genehmigte, und das Bauunternehmen Riechmann in Minden, das die Holzeinfassung sponserte, zählen.
Fünf bis 15 Zentimeter dick ist nach Auskunft von Jürgen Burghard die auf einer wasserundurchlässigen Folie aufliegende Eisschicht. Regelmäßig werde die Oberfläche mit Wasser geglättet, um Fahrspaß zu garantieren.
"Die Idee, eine Eisbahn anzulegen, kam uns 2009, als wir auf einer riesigen, zugefrorenen Pfütze an der Reithalle Eishockey gespielt haben." Jürgen Burghard und seine Mitstreiter kümmerten sich daraufhin um Material und Bürokratisches, und im Januar 2011 war dann alles bereit. "Nur war da leider der Winter schon vorbei."
Nun also ein neuer Versuch. Der Startschuss fiel am vergangenen Samstag mit einem kleinen Fest, zu dem sich zahlreiche Gäste einfanden.
Morgen sind alle Kinder zwischen zehn und 14 Jahren eingeladen, von 16 bis 18 Uhr mit Sportschülern des Besselgymnasiums Eishockey zu spielen und Penalty zu schießen. Zu der Schülergruppe gehören auch zwei Spielerinnen der U-15-Eishockey-Nationalmannschaft.
"Wer auf die Eisbahn geht, sollte einen Helm aufsetzen", sagt Jürgen Burghard. Das Eis sei hart, sodass es bei Stürzen zu Kopfverletzungen kommen könne. Empfehlenswert seien auch Knieschützer.
Beides hatten allerdings die Ersten, die am Samstag in ihre Schlittschuhe stiegen und die Eisbahn einweihten, im Eifer des Gefechts vergessen. "Wir können aber gut fahren", meinten Marlon (12), Manuel (11), Aline (12) und Leonie (13) unisono, um dann ihr Können auf der glatten Fläche unter Beweis zu stellen.