Rund 20 der insgesamt 146 Gemeindemitglieder haben mit dem Landrat und der Integrationsbeauftragten des Kreises Sabine Schulz über ihre Sorgen und Probleme gesprochen. "Es ist gut, dass der Landrat heute hier ist, das gab es noch nie", sagte Necmi Aksan, der Vorsitzende der Gemeinde.
Gemeinsam mit dem Imam Cihan Kuzu berichtete er von den Aktivitäten in ihrer Gemeinde. Jeden ersten Sonntag im Monat treffen sich Gemeindemitglieder nach dem Morgengebet zu einem gemeinsamen Frühstück, an jedem ersten Mittwoch frühstücken die Frauen zusammen.
Die Frauengruppe, vertreten durch Hikmet Ezer, organisiert Veranstaltungen und Feste. In Planung ist die Vorbereitung zum Internationalen Kinderfest am 23. April. Die Gemeinde organisiert Informationsveranstaltungen für interessierte Gruppen - besonders in der Fastenzeit - und bemüht sich um den interkulturellen Dialog etwa durch Tage der offenen Tür. Darüber hinaus gibt es weitere Kultur- und Bildungsangebote.
Alle Beteiligten haben großes Interesse an der gemeinsamen Arbeit für mehr Integration. Trotzdem ist der Weg nicht immer so leicht, wie man es sich wünschen würde. "Wir wollen hierbleiben und wir wollen uns einbringen", sagte Necmi Aksan.
Im Anschluss an das Gespräch wurden Niermann und Sabine Schulz durch die Räumlichkeiten der Gemeinde und die Moschee geführt und wohnten auch dem Gebet bei. So bekamen sie einen Einblick in die religiösen Bräuche von Muslimen.
"Es ist wichtig, dass wir uns kennenlernen und im Gespräch bleiben", so der Landrat. "Nur dann kann ein gegenseitiges Verständnis entstehen, das für das Zusammenleben nötig ist."