Der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der plattdeutschen Sprache hatte Pädagogen aus dem Mühlenkreis in die Grundschule Hille eingeladen. Dort konnten sie sich informieren, wie man Kindern diese alte Sprache vermitteln kann.
Bis der Wunsch Krömers in Erfüllung geht, dürfte zwar noch einige Zeit vergehen. Ein steigendes Interesse an Plattdeutsch hat Wilhelm Krömer aber schon ausgemacht. Daran gelte es anzuknüpfen. Krömer: "Indem man zum Beispiel Angebote an die Kinder macht, die Sprache freiwillig zu lernen."
Plattdeutsch vermittele sich ähnlich wie jede andere Fremdsprache auch, sagt Ute Gieseking, Geschäftsführerin des Vereins. "Kindergartenkinder lernen die Sprache vor allem durch Spiele, Lieder und durch das Vorlesen von Märchen", berichtet Ute Gieseking. "In der Grundschule kann man den Schülern kurze Sätze beibringen, Monatsnamen und Zahlen."
An der Grundschule Hille jedenfalls ist Plattdeutsch ein Thema, zum Beispiel für Janne. Die Siebenjährige hat beim plattdeutschen Vorlesewettbewerb einen der ersten Plätze gemacht. "Ich fand es gar nicht schwierig, auf Platt zu lesen."
Bei dem Wettbewerb hätten sich von 199 Kindern 14 für das Lesen im Dialekt entschieden, berichtet Schulleiterin Helga Wittenfeld. "22 Kinder nehmen nach der Schule außerdem an einer Plattdeutsch-AG teil."
Die Zeiten hätten sich geändert, berichtet Helga Wittenfeld. "Früher ist gesagt worden, die Kinder hätten schlechte Chancen, Hochdeutsch zu lernen, wenn sie gleichzeitig Platt lernen."
Die neuesten pädagogischen Erkenntnisse besagten aber etwas anderes. "Wer früh einen Dialekt lernt, dem fällt es später auch leichter, eine Fremdsprache zu sprechen, da das Denken vernetzter ist."
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