Bürgerbusverein Hille, Gemeinde und Verkehrsunternehmen MKB unterzeichnen Verträge / Start vielleicht am 1. August
Dreimal mussten Bürgermeister Michael Schweiß, Arnold Straubhaar als Vorsitzender des Bürgerbusvereins Hille und MKB-Geschäftsführer Dietmar Schweizer unterschreiben, denn es lagen ebenso viele Verträge vor: Der zwischen der Gemeinde und dem Verein, zwischen der Gemeinde und dem Verkehrsunternehmen MKB-Mühlenkreis-Bus sowie zwischen dem Verein und der MKB.
Gleichzeitig ging es gestern Morgen noch um Informationsaustausch und Organisatorisches. Zugegen waren daher neben den Vertragsunterzeichnern auch Rolf Schulder als stellvertretender Vereinsvorsitzender, Kassierer Wilfried Ellersiek, Hajo Lübben (Vorsitzender des Fördervereins Mobilagenten), Jens Foppe und Achim Overath von der MKB sowie Gerhard Uphoff und Bernd Küchhold, im Rathaus zuständig für den Bürgerbus.
In den Verträgen werden die Rechte und Pflichten der drei Vertragspartner festgelegt. Es geht es unter anderem um die Abstimmung von Linienwegen und Fahrplänen, die Einrichtung von Haltestellen, den Eigentümer des Fahrzeugs - das ist die MKB - und dessen Wartung, Werbung, Erarbeitung der Dienstpläne für die ehrenamtlichen Busfahrer, die Beantragung der Organisationspauschale von jährlich 5000 Euro durch die Gemeinde und die Übernahme eines Verlustes von jährlich bis zu 5000 Euro, den ebenfalls die Kommune übernimmt.
Für den Bürgerbus, der voraussichtlich seinen Betrieb am 1. August aufnimmt, wollen sich knapp 30 Fahrer hinters Lenkrad setzen; zwischen 40 und 45 Männer und Frauen haben ihr Interesse bekundet, dem Verein beizutreten. Tun können sie das am 31. März bei einer Versammlung des Vereins, die um 19.30 Uhr im Müllerhaus Südhemmern beginnt. Vereine und Gruppen, die sich über den geplanten Fahrservice, der das Angebot der Linienbusse ergänzt und auf zwei Schleifen fahren wird, informieren möchten, können sich wegen eines Vortrags an Arnold Straubhaar, Telefon 0 57 03/27 63, wenden.
Welche Dörfer angefahren werden, darüber gibt es noch Gespräche. So möchte nicht nur die Volksbank, dass auch ihre Geschäftsstelle in Unterlübbe angefahren wird. Eigentlich sollte der Ort außen vorbleiben, da die Anbindung an den Linienbusverkehr als ausreichend angesehen wird.
Dank gab es gestern vor allen Dingen für das ehrenamtliche Engagement des Vereins. Achim Overath sprach von einem tollen Start, Michael Schweiß war sich sicher, dass der Bürgerbus ein Erfolgsmodell werde, denn er verbessere die Nahmobilität besonders für Senioren.
Als ständigen Prozess, in den Erfahrungen einfließen werden, bezeichnete Arnold Straubhaar die Inbetriebnahme des Bürgerbusses. "Wir müssen uns an den Kundenwünschen orientieren."
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