Die Brandsche Apotheke am Klinikum gehört zu den acht Apotheken im Kreis Minden-Lübbecke, die den Impfstoff in diesen Tagen vom Großhandel bekommen haben. Apothekerin Carina Gieselmann: "Die Hausärzte bestellen die benötigte Menge beim Gesundheitsamt des Kreises und von dort aus kommt die Bestellung per Fax zu uns."
Am Montag wird mit den Impfungen begonnen. Hundert Ärzte im Kreis beteiligen sich an der "Massenimpfung" - sofern es wirklich eine werden sollte. Denn viele Menschen sind skeptisch, was den Piks in den Oberarm angeht. Kurz vor dem Start der bundesweiten Impfaktion gegen die Schweinegrippe wollen sich angeblich nur noch 13 Prozent impfen lassen, ergab eine Umfrage.
Pandemrix besteht aus zwei Komponenten, die erst beim Arzt vermischt werden. Im größeren Fläschchen ist das Antigen. Im zweiten Fläschchen ist der zusätzliche Wirkverstärker (Adjuvant), der die Immunreaktion fördert. Das Volumen von Pandemrix nach dem Vermischen entspricht zehn Dosen Impfstoff. Viel diskutiert wird über die Nebenwirkungen. Der Beipackzettel für Pandemrix zählt als "sehr häufig" auf: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Schmerzen, Rötungen, Schwellung oder Verhärtung an der Injektionsstelle. "Sehr häufig" bedeutet, dass mehr als eine von zehn geimpften Personen betroffen war.
Bei diesem Thema haben die Kunden doch bestimmt viele Fragen? "Nein", sagt Apothekerin Carina Gieselmann. "Danach fragt kaum jemand." Ihr Eindruck ist, dass viele Leute übersättigt sind von dem Thema Schweinegrippe, das in allen Medien lang und breit beschrieben und in Talkshows diskutiert wird. Seite 8
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