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26.10.2009
Schweinegrippe: "Altenheimbewohner verunsichert"
Heime rüsten sich für Impfaktion
VON ULRIKE MISSBACH

Minden (mt). Eher gering sei bislang die Resonanz bei den Bewohnerinnen und Bewohnern, sich zur Schweinegrippeschutz-Impfung anzumelden, betont Barbara Kruse, Pflegedienstleiterin im Robert-Nussbaum Seniorenheim.

Wie viele Senioren sich in Mindener Altenheimen gegen die Schweinegrippe impfen lassen, ist zurzeit noch unklar. Die Resonanz hielt sich bislang jedoch eher in Grenzen. | Foto: dpa

"Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner sind - nicht zuletzt durch die Hysterie, die in den Medien betrieben wird - verwirrt", erläutert die Pflegedienstleiterin des AWO-Seniorenheims, denn letztendlich könne ja niemand genau sagen, ob es nun wirklich gut sei, sich impfen zu lassen. Das gleiche gelte auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses. Auch hier herrsche große Unsicherheit.

"Vor ein paar Tagen hat uns das Kreisgesundheitsamt angeschrieben und gefragt, wie viele unserer insgesamt 73 Bewohnerinnen und Bewohner sich voraussichtlich impfen lassen möchten", erklärt Barbara Kruse. Die Heimleitung habe darauf die Bewohner angesprochen beziehungsweise versuche derzeit Kontakt zu den Angehörigen und Betreuern aufzunehmen.

Die Rückmeldungen würden schließlich an die jeweiligen Hausärzte der Senioren - rund ein Dutzend Ärzte kommt regelmäßig ins Haus - weiter geleitet. "Da die Ärzte ja stets mehrere Patienten zur gleichen Zeit impfen müssen, haben wir bei einigen Ärzten nachgefragt, ob sie eventuell auch Heimbewohnerinnen und Heimbewohner impfen würden, die nicht ihre Patienten sind", erläutert Barbara Kruse. Dies hätten die Ärzte jedoch abgelehnt.

Ähnlich sieht es auch in den Seniorenheimen der Diakonissenanstalt Salem-Köslin aus. Die jeweilige Leitung der drei Seniorenheime ist zurzeit darum bemüht, Kontakt zu den einzelnen Ärzten aufzunehmen.

"Die Ärzte müssen dann mit den Bewohnerinnen und Bewohnern abklären, wer sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen möchten", berichtet Schwester Marion Hägner, Hygienebeauftragte der Diakonissenanstalt. Da nahezu jeder Bewohner jedoch einen anderen Hausarzt habe, sei eine Koordination äußerst schwierig. "Wir können daher zurzeit noch nicht genau sagen, wie viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner sich impfen lassen möchten", so die Hygienebeauftragte.

Bereits vor ein paar Wochen haben die insgesamt 455 Bewohnerinnen und Bewohner der fünf Mindener Seniorenheimen des Diakonischen Werks beziehungsweise deren Angehörigen oder Betreuer Infoblätter zum Thema "Impfen" erhalten. "Auf diesen Formularen können die Senioren bis zum 29. Oktober eintragen, ob sie sich gegen Schweinegrippe impfen lassen möchten oder nicht", erklärt Horst-Dieter Tiemann, Fachbereichsleiter Altenhilfe. Mit den Hausärzten werde dann abgesprochen, ob der Impfstoff für die Bewohner direkt beim Kreisgesundheitsamt angefordert werden solle, oder ob die Mediziner den Impfstoff mitbringen.

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Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 06.11.2009 um 19:09:19 Uhr

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