Internationaler Brückenschlag über die Weser / Symbolischer Handschlag ehemaliger Gegner / Neue Freundschaften
Denn am Internationalen Brückenschlag über die Weser nahmen am Samstag nicht nur Mindener Pioniere teil, sondern auch britische Soldaten - passend zum Motto des 250. Jahrestages der Schlacht bei Minden "Forever Friends in Europe". "Und mit den britischen Einheiten haben wir vorher vier Tage lang geprobt", erklärt der 21-jährige Hüllhorster. Verständigungsschwierigkeiten gab es nicht, schließlich sei man auf dem gleichen Ausbildungsstand. "Wir sind täglich auf dem Wasser."
Mit ihren Brückengeräten - den Amphibien M3 - dauerte es gerade einmal 20 Minuten, bis die Brücke begehbar war. Der dritten Kompanie des in Minden stationierten schweren Pionierbataillons 130 und den 412 Amphibious Troop Royal Engineers aus Hameln blieb sogar noch Zeit für eine Showeinlage. Ohne Probleme drehten die Fahrzeugführer ihre Amphibien auf der Stelle und zeigten unter lautem Beifall der Zuschauer ein Wasserballett der etwas anderen Art. Moderiert und erläutert wurde der Brückenschlag von Oberstleutnant Ingo Neuber und MT-Lokalchef Hans-Jürgen Amtage.
Insgesamt sechs Fahrzeuge und 20 Soldaten bewerkstelligten den Brückeneinsatz. "Wir bauen auf Zeit, es muss so schnell wie möglich gehen", weiß Florian Take, dass dabei auch einiges schiefgehen kann. "Probleme kann es beim Verbolzen der Rampen geben oder wenn eine Amphibie ganz ausfällt." Um auch für diese Eventualität gerüstet zu sein, stand ein Ersatzfahrzeug bereit, das jedoch nicht zum Einsatz kam.
Höhepunkt des Brückenschlags war der symbolische Handschlag der nationalen Vertreter der ehemaligen Gegner - Generalmajor Markus Kneip, Kommandeur der 1. Panzerdivision Hannover, Bernard Chappedelaine, stellvertretender französischer Botschafter in Deutschland und Generalmajor Mungo Melvin, Kommandeur des United Kingdom Support Command Deutschland. "Heute ist ein stolzer Tag für die Bundeswehr, ein stolzer Tag für die britische Armee in Deutschland", resümierte Mungo Melvin. Dem konnte sich Florian Take nur anschließen: "Wir haben nette Leute kennengelernt und neue Freundschaften geschlossen."
Vier britische Fallschirmspringer aus Bad Lippspringe mit der deutschen und britischen Fahne an den Fersen beendeten den offiziellen Teil.