An Schleusenbau wird Grube ausgehoben / Brücke fertig betoniert / Drei Monate hinter dem Zeitplan
Täglich schaffen Bagger mehrere Kubikmeter Erde weg, um Platz zu machen für die Schleusenkammer. "Wir sind schon bei der zweiten von vier Lagen. Die Hälfte ist also geschafft", freut sich Dieter Eichler, Leiter des Neubauamts Hannover, das für den Neubau der Schleuse zuständig ist.
Durch die entfernten Erdmassen fehlt dem alten Schleusen-Gebäude allerdings die notwendige Stütze. Damit es nicht einbricht, wurde eine Bohrfallwand errichtet. Die Sicherung des alten Gebäudes von 1914 ist eine heikle Sache. "Wir geben uns viel Mühe damit", meint Eichler. Erdreich und Wasser üben starken Druck auf die Wände der Baugrube aus. Mithilfe einer Brunnengalerie wird das bedrohliche Wasser abgepumpt.
Das neue Bauwerk soll eine 139 Meter lange und 12,50 Metzer breite Schleusenkammer erhalten, um auch die modernen Großmotorschiffe und Schubverbände aufnehmen zu können und damit Minden für den internationalen Schiffverkehr zu wappen (MT berichtete). Im Spätherbst wurde begonnen, die Baugrube auszuheben, im Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, so der Amtsleiter. Dann würden die Sohle und die aufgehenden Wände betoniert.
Fertig betoniert ist auch mittlerweile die Brücke im Unterhaupt der alten Schleuse. Und aufgeräumt haben die Handwerker auch: Das Abbruchmaterial der vergangenen Arbeiten wurde abtransportiert. Bisher hinkte der Schleusenbau etwa drei Monate hinter dem Zeitplan her, der eine Fertigstellung im Sommer oder Herbst 2013 vorsah. Dank des milden Winters konnte aber sogar etwas Zeit aufgeholt werden. "Wir haben Glück gehabt mit dem Wetter. Das ist echt positiv, dass es bisher keinen Frost gab", meint Eichler.