Minden Marketing GmbH bezieht Riesenbaustelle in das Angebot ein / Halbe Million Gäste ist möglich
Schon immer sorgte das Wasserstraßenkreuz mit der Schachtschleuse jährlich für eine Viertelmillion Gäste in Minden. Doch jetzt ist an dem Touristenmagneten noch viel mehr los. Im Zuge der Bauarbeiten (das MT berichtete) wird in Kürze die Baugrube für die neue Schleusenkammer ausgehoben. Im Sommer folgen dann die Betonarbeiten. Grund für die MMG, das Schauspiel auch touristisch zu vermarkten und dazu die Mindener Fahrgastschifffahrt und das Wasser- und Schifffahrtsamt mit ins Boot zu holen. Das Ergebnis stellten die Beteiligten bei einer Pressekonferenz am Dienstag vor.
So sind am 15. Mai und dann jeweils am ersten Sonntag im Monat bis einschließlich Oktober zweistündige Führungen an der Baustelle geplant. Sie beginnen im Eingangsbereich des Infozentrums an der Symperstraße, beinhalten einen Transfer mit dem "Wassertaxi" der Mindener Fahrgastschifffahrt zwischen Sympher- und Fuldastraße sowie die Besichtigung des Pumpwerks, der alten und der neuen Fahrt. Drei eigens dazu ausgebildete Gästeführer der MMG stehen zur Verfügung.
Mirjana Lenz von der Touristen-Information der MMG wies darauf hin, dass bei Bedarf auch zusätzliche Termine möglich sind und dass das Angebot auch für Besucher erweitert werden kann, die lieber zu Fuß alles erkunden. Bislang habe es schon sechs Buchungen durch Busunternehmer gegeben.
"Eine Baustelle in der Dimension des Schleusenneubaus macht neugierig und zieht Besucher an", sagte MMG-Geschäftsführer Dr. Jörg-Friedrich Sander. Prognosen zu derartigen Angeboten gingen davon aus, dass sich durch die zu besichtigende Bautätigkeit die Zahl der Besucher verdoppeln könnte. Informationen im Rahmen einer Fachexkursion zum Wasserstraßenkreuz in Magdeburg ließen großes Interesse auch für das Mindener Projekt erwarten.
"Ein zeitgemäßer Ansatzpunkt bei solchen Bauvorhaben ist es, auch die Bevölkerung zu informieren und am Fortschritt der Bauentwicklung teilhaben zu lassen", erklärte auch Henning Buchholz, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Minden, das an den Planungen des touristischen Angebots beteiligt war. Hierzu sei bereits vor dem Beginn der Führungen der MMG eine Besucherplattform eingerichtet worden, mit der ein breiter Überblick über die wohl größte Baustelle der Region ermöglicht werde.