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22.02.2011
Land hält Standort für förderungswürdig
Entscheidung über Regioport Ende des Jahres
VON HANS-JÜRGEN AMTAGE

Minden (mt). Bürgermeister Michael Buhre rechnet damit, dass beim Projekt Regioport der "Point of no Return" - der Punkt, an dem man nicht mehr zurück kann - Ende des Jahres erreicht wird.

Der Regioport Weser soll im Osten der Stadt Minden entstehen. Archiv | foto: Edwin Dodd

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses betonte Buhre, die Stadt habe inzwischen die Bestätigung, dass der Standort des Containerhafens im Osten Mindens vom Land als förderungswürdig bestätigt worden sei. Letztlich hänge der Bau des Regioportes aber von der Förderquote ab.

Der Bürgermeister reagierte in der Sitzung auf die Kritik des Bürger-Bündnisses Minden, das in einem offenen Brief in Sachen Regioport "Klarheit und Wahrheit" eingefordert hatte (das MT berichtete am 12. Februar). Den Vorwurf Buhres, das BBM habe diesen Brief aus Selbstdarstellungsgründen verfasst, wies der Fraktionssprecher des Bündnisses, Peter Düster, scharf zurück: "Wir wollen nur dazu beitragen, dass finanzielle Risiken eingedämmt werden."

In der anschließenden sachlichen Debatte erläuterte das Stadtoberhaupt, dass voraussichtlich Mitte des Jahres der Förderantrag für den Bau des Regioportes gestellt werden könne. Ende des Jahres sei dann mit dem Bescheid zu rechnen, der die Förderquote enthält. Diese Quote bilde einen wesentlichen Bestandteil für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes.

"Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass alle an diesem Projekt arbeiten", sagte Michael Buhre in Richtung Politik. Zugleich verwies er auf das Land, das die politische Diskussion in Minden über den Regioport aufmerksam verfolge. "Das sollte in der politischen Debatte berücksichtigt werden."

In einem Ausblick auf die weiteren Aktivitäten des Planungsverbandes Regioport Weser kündigte Geschäftsstellenleiter Malte Wittbecker an, voraussichtlich am 5. Mai werde die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zur Änderung des Flächennutzungsplanes "Regioport Weser" stattfinden. Am 13. Mai sei außerdem eine öffentliche Informationsveranstaltung auf dem Raddampfer "Wappen von Minden" geplant. Für den 18. Mai sei die Aufstellung des Bebauungsplanes für den Containerhafen und das dazugehörige hafenaffine Gewerbegebiet durch die Verbandsversammlung vorgesehen.

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Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 21.02.2011 um 21:16:11 Uhr

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Kommentare
Lieber Joachim hier nur ein Tipp zum Nachlesen
boerse-online.de/aktie/nachrichten/deutschland/:HHLA--Containerumschlag-sinkt-dramatisch/511345.html

Bekanntlich werden die Container via Hamburg, Bremerhaven oder Emden ins Hinterland transportiert. A priori sinkt der Umschlag im Hinterland, also Minden, wenn in den Seehäfen weniger ankommt. Nebenbei stehen die Börsenzahlen nicht in der roten Propagandabibel, sondern werden mehr von den Parteien der Plagiatschreiber und Schwarzgeld- und Spendenaffären-Politiker beeinflusst.

Das nächste Millionengrab in Minden. Wann lernt die Politik endlich einmal die Gelder nicht als Geschenk zu betrachten das ansonsten Andere bekommen und die mittlefristige Lage so einzuschätzen, dass Investitionen nicht nur einigen Baubetrieben zu Gute kommt, sondern einen Aufschwung nach sich zieht. Bisher hat Mindens Politik bei allen Bauprojekten der letzten Jahre versagt.

Die wieder aufgetischte Aussage, dass ein Regio Port in Minden den Containerumschlag erhöhen wird ist hichspekulativ und zudem Wunschdenken. Die Warenströme verlagern sich mehr und mehr auf den LKW. Selbst als Hinterlandhafen, die eigentlich bis 400km im Hinterland liegen sollten könnte ein Port in Minden kaum auserwählt werden, liegt er doch kaum 200km von großen Umschlaghäfen entfernt. Beachtet man die Anbindung an die Autobahnen, dürfte ein Umschlaghafen eher in Hannover angesiedelt werden als in Minden.

Aber wie mit Steuergeldern gern umgegangen wird zeigen hier ja nur zu gut diverse andere Projekte. Von Klinik bis ZOB.

@Paulchen: Kommen Sie doch zur Ratssitzung am 3. März. Wenn Sie ernsthaft etwas verändern wollen in dieser Stadt, dann finden Sie dort einen möglichen Startpunkt.

@Maxx_1979: Sie ahnen gar nicht, wie Recht Sie haben. Auch an Sie der Hinweis auf die kommende Ratssitzung.

Die unten stehenden Kommentare wurden zu einer als Meldung vorab veröffentlichten Version dieses Artikels abgegeben. Der Vollständigkeit halber sind sie an diesen Artikel angehangen.

schrieb am 22.02.2011 00:04 Uhr:

Der Paulchen ist aber klug. Woher weiß er das bei steigender Nachfrage und unbestreibaren Kojukturaufschwung die Containerumschlagzahlen in Norddeutschland sinken ? Hat er etwa in einer "Roten Propagandabibel" nachgelesen, wo der Untergang unseres Wirtschaftssystems gepredigt wird und Minden das "Schwarze Loch" ist ?



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