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12.02.2011
Bürger-Bündnis mit Regioport-Bedenken
Freie Wählergemeinschaft äußert große Sorgen wegen Investitions- und Folgekosten
VON HANS-JÜRGEN AMTAGE

Minden (mt). Die Freie Wählergemeinschaft Bürger-Bündnis Minden (BBM) erhebt erhebliche Bedenken hinsichtlich der hohen Investitions- und Folgekosten beim Regioport Weser.

Nicht nur Befürworter hat das Projekt Regioport Minden am Mittellandkanal (vorgesehene Fläche im Bild oberhalb des Kanals rechts). Archiv | foto: MT/Edwin Dodd

"Mit großer Sorge verfolgen wir diese Planungen", formuliert BBM-Fraktionssprecher Peter Düster in dieser Woche in einem Brief an Bürgermeister Michael Buhre. "Ein weiteres Investitionsgrab wie das neue Klinikum können und dürfen wir uns nicht leisten." So dürfe der geplante interkommunale Regioport im Osten Mindens den angespannten städtischen Haushalt nicht zusätzlich belasten.

Düster fordert daher, dass umgehend Klarheit über die Finanzierung des Millionenprojektes geschaffen werden solle. Der BBM-Sprecher greift dabei die Ausführungen von Bürgermeister Michael Buhre in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses auf, ein Förderantrag an das Land für den Regioport solle erst nach dem erfolgreichen Abschluss des Bebauungsplanverfahrens und damit unter anderem auch aller weiteren Planfeststellungsverfahren für den Straßen-, Schienen- und Wasserbau gestellt werden. Das sei "abenteuerlich", schreibt Peter Düster.

Schon jetzt seien mehr als vier Millionen Euro für den Kauf von Grundstücken im Zusammenhang mit dem geplanten Regioport ausgegeben worden. Die Planungskosten würden den städtischen Haushalt mit rund einer Million Euro belasten, hat der Ratsherr errechnet.

Daher seien Bund, Land und Stadt aufgefordert, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und klare sowie verbindliche Vereinbarungen über die Kostenteilung zu treffen. So seien nicht nur die Investitionskosten, sondern auch die sich zwangsläufig einstellenden Anfangsverluste mit abzudecken. "Andernfalls ist das Projekt zu stoppen." BBM-Fraktionssprecher Düster schließt seinen Brief an den Sozialdemokraten Buhre: "Herr Bürgermeister, schaffen Sie Wahrheit, schaffen Sie Klarheit."

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Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 11.02.2011 um 21:37:06 Uhr

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Kommentare
Das mittlerweile offen über die möglichen wirtschaftlichen Gefahren des RegioPort Weser gesprochen und angemahnt wird kommt vor allem den Mindenern selbst zugute. Bereits jetzt spürt man die Kürzungen bei Bildung und Kultur. Das von der Stadt Minden herausgebrachte, und als Onlineversion veröffentlichte, Haushaltsbuch 2010 beschreibt bereits jetzt die Kürzungen. Und ohne Partei zu ergreifen sollte auf eine persönliche Diffamierung Einzelner verzichtet werden.

Es geht dem Bauausschussvorsitzendem doch in erster Linie um seinen eigenen Einfluss - eine Krankheit, die leider auch einige seiner Vorgänger im Ausschussvorsitz befallen hat.
Außerdem spielt hier wohl die fehlende Mitlgiedschaft des Bauausschussvorsitzenden im Aufsichtsrat der MEW eine Rolle - es scheint für ihn wohl sehr schlimm zu sein nicht überall seine Finger im Spiel haben zu können. Schicksal!!


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