Der Hafen, der am Mittellandkanal zwischen Bundesstraße 482 und Schaumburger Wald
entstehen soll, komme einem "Fass ohne Boden über Jahre" gleich. ""Sicher sind nur die Kosten", heißt es in der Studie. Zudem sei der von der Regioport GmbH angenommene Hafenumsatz infrage zu stellen. Zum einen, weil diese von einem um 40 Prozent höheren Wachstum ausgehe als die vom Gutachterbüro "Planco Consulting" erstellte Potenzialanalyse, und zum anderen, weil die von der GmbH kalkulierte Preisstabilität in Zweifel zu ziehen sei.
"MEW verzehrt ihre Substanz"
Den Berechnungen der Bicon zufolge benötigt die Mindener Hafen GmbH "schon 2012 8,5 Millionen Euro Liquiditätshilfe von der MEW". Im Jahr 2017 benötige die Muttergesellschaft 9,4 Millionen Euro kurzfristige Kredite für die Hafen GmbH. "Damit erreichen die Kredite den Wert der Grundstücke der MEW", schreiben die Studienverfasser, die MEW verzehre ihre Substanz.
Die Regioport GmbH geht in dem von ihr vorgelegten Wirtschaftsplan 2011 davon aus, "dass der neue Hafen zum 1. Oktober 2013 seinen Betrieb aufnehmen wird". 2011 soll der restliche Grunderwerb, insgesamt rund 7,5 Hektar, zum Abschluss gebracht werden.
Bis 2017 ständig in roten Zahlen?
Die Planverfasser: "Unter Berücksichtigung der erwarteten Kosten lässt sich als vorläufiges Ergebnis festhalten, dass bei einer angenommenen Förderquote in Höhe von 85 Prozent etwa 50000 Containereinheiten umgeschlagen werden müssen, um bei einem Preis von 20 Euro je Hub den neuen Hafen betreiben zu können." Und weiter: "Für die Errichtung des kompletten ersten Bauabschnitts werden voraussichtlich Eigenmittel in Höhe von 11,43 Millionen Euro eingesetzt werden müssen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf circa 63 Millionen Euro." Der im November vorgelegte Plan weist in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit jährliche Verluste bis 2017 zwischen etwa 350000 und 700000 Euro aus.



