Mittwoch, 23.05.2012
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12.02.2011
Gefahr für die MEW?
Regioport: Bürgerinitiative warnt vor Kosten
VON HERBERT BUSCH

Minden/Cammer (hz). Die Bürgerinitiative Containerhafen (Bicon) prognostiziert in einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie zur Wirtschaftlichkeit des Regioports dem geplanten Containerumschlagplatz eine düstere Zukunft. Das Vorhaben stelle "ein Prestigeobjekt mit geringster Erfolgschance" dar, lautet das Fazit der Untersuchung.

Der Hafen, der am Mittellandkanal zwischen Bundesstraße 482 und Schaumburger Wald

entstehen soll, komme einem "Fass ohne Boden über Jahre" gleich. ""Sicher sind nur die Kosten", heißt es in der Studie. Zudem sei der von der Regioport GmbH angenommene Hafenumsatz infrage zu stellen. Zum einen, weil diese von einem um 40 Prozent höheren Wachstum ausgehe als die vom Gutachterbüro "Planco Consulting" erstellte Potenzialanalyse, und zum anderen, weil die von der GmbH kalkulierte Preisstabilität in Zweifel zu ziehen sei.

"MEW verzehrt ihre Substanz"

Den Berechnungen der Bicon zufolge benötigt die Mindener Hafen GmbH "schon 2012 8,5 Millionen Euro Liquiditätshilfe von der MEW". Im Jahr 2017 benötige die Muttergesellschaft 9,4 Millionen Euro kurzfristige Kredite für die Hafen GmbH. "Damit erreichen die Kredite den Wert der Grundstücke der MEW", schreiben die Studienverfasser, die MEW verzehre ihre Substanz.

Die Regioport GmbH geht in dem von ihr vorgelegten Wirtschaftsplan 2011 davon aus, "dass der neue Hafen zum 1. Oktober 2013 seinen Betrieb aufnehmen wird". 2011 soll der restliche Grunderwerb, insgesamt rund 7,5 Hektar, zum Abschluss gebracht werden.

Bis 2017 ständig in roten Zahlen?

Die Planverfasser: "Unter Berücksichtigung der erwarteten Kosten lässt sich als vorläufiges Ergebnis festhalten, dass bei einer angenommenen Förderquote in Höhe von 85 Prozent etwa 50000 Containereinheiten umgeschlagen werden müssen, um bei einem Preis von 20 Euro je Hub den neuen Hafen betreiben zu können." Und weiter: "Für die Errichtung des kompletten ersten Bauabschnitts werden voraussichtlich Eigenmittel in Höhe von 11,43 Millionen Euro eingesetzt werden müssen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf circa 63 Millionen Euro." Der im November vorgelegte Plan weist in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit jährliche Verluste bis 2017 zwischen etwa 350000 und 700000 Euro aus.

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 11.02.2011 um 21:36:45 Uhr

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Kommentare
Wenn erkannt wird, dass ein Schiff sinkt, dann sollten frühzeitig die Schotten geschlossen werden. Wer den Anstoß dazu gibt ist undiskutabel.

Ist ja herzergreifend, wie man sich da jenseits der Landesgrenze Gedanken über die Belange der Stadt Minden und der MINDENER Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft macht - dumm nur, dass allein diesseits der Landesgrenze über die Belange der Stadt Minden und der MEW entschieden wird und sonst nirgendwo!!


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