Drees und Huesmann hatten sich mit der Prognose bis in Jahr 2025 orientiert. Durch das Wachstum im Containerverkehr wird ein Anstieg der Umschlagszahlen am Standort Minden auf rund 77 000 Standardcontainer (TEU) pro Jahr erwartet.
Ein zusätzlicher Bedarf entsteht durch den Ausbau der Mittelweser und der Weserschleuse auf größere Schiffe sowie den dreilagigen Transport von Containern was mit weiteren 15 000 TEU in der Planung zu Buche schlägt.
Als größten Wachstumsfaktor haben aber die Planer die Bildung eines Seehafen-Hinteland-Hubs ausgemacht. Sie gehen davon aus, dass sich ein Flächenmangel in den Seehäfen einstellt und die Engpässe in der Erschließungsinfrastruktur auf Straße und Bahn zunehmen. Mit einem neuen Umschlagsknotenpunkt kann deshalb ein Einzugsgebiet von 200 bis 250 Kilometern bedient werden, was zusätzlich rund 200 000 TEU am Standort Minden bedeutet. Im vergangenen Jahr wurden im Mindener Hafen etwas mehr als 21 700 TEU gelagert.
Die Vorplanungen des Bielefelder Büros bezogen unter anderem Schallimmissionen ein, wobei in betroffenen Gebieten schalltechnische Gutachten und Messungen durchgeführt wurden.
Des Weiteren wurde die Bückeburger Aue einbezogen, die zu renaturieren ist. Probleme bereitet zudem die Verlegung einer 110 Kilovolt-Leitung zur Versorgung der Hafenanlagen. Sie kann entweder als Erdkabel, umgeleitet oder erhöht in das Gebiet geführt werden.
Bahnbrücke über den Mittellandkanal
Im Regioport ist laut der Masterplanstudie ein Containerhafen auf insgesamt 21 Hektar möglich. An ihn schließt sich eine Fläche von weiteren acht Hektar an, die Betrieben zur Verfügung gestellt werden könnten, deren Wirtschaftszweck mit dem Transportwesen verbunden ist. Von Westen aus durch das Gewerbegebiet Päpinghausen wird das Gelände erschlossen. Erforderlich wird damit unter anderem eine Bahnbrücke über den Mittellandkanal, zwei Kreisverkehre für Knotenpunkte und eine Unterführung.
Der am Mittellandkanal gelegene Hafen Berenbusch auf niedersächsischer Seite ist ebenfalls in das Regioport-Konzept einbezogen. Er ist 14 Hektar groß und wird über die vorhandene Erschließung angebunden.
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