Wie berichtet hatten die Planer des Krankenhaus-Umbaus, die einen preisgünstigen Abriss der nicht mehr benötigten drei oberen Etagen des fünfstöckigen Gebäudes vorgeschlagen hatten, von den Experten im Bauordnungsamt des Kreises eine gehörige Ohrfeige bekommen. Die hatten daraufhin gewiesen, dass Baulärm und Staub über Monate doch wohl den Patienten nicht zuzumuten sei.
Mit "Erhalt der oberen drei Stockwerke der Klinik oder keine Million", stellt Gauselmann die Kreispolitiker vor eine Wahl, die eigentlich keine mehr ist. Denn ohne die Million aus Espelkamp dürfte der Deckel von 13 Millionen Euro Maximum, den der Kreis selbst für den Umbau daraufgesetzt hat, nicht mehr zu halten sein.
Zu den Kosten hat das Land knapp drei Millionen Euro zugesagt, Gauselmann eine und eine weitere steht als Zusage der Stadt Rahden im Raum, dürfte aber auch wohl jetzt vom Erhalt der oberen drei Stockwerke abhängig gemacht werden. Hinter dieser Forderung stehen auch die Bürger, wie kürzlich in einer Sondersitzung des Rates deutlich wurde. Damit dürften andere Vorstellungen wie die der SPD auf Patienten-Auslagerung während der Bauzeit nach Lübbecke oder die gar der FDP, die sich für den Abriss ohne Wenn und Aber ausgesprochen hatte (das MT berichtete), oder die Lösung der CDU, Übergangslösung mit Ausbau des Bettenhauses für wenige Monate, vom Tisch sein und die Parteien rudern inzwischen auch kräftig zurück. Einig sind sie sich noch darin, dass der Kreistag darüber befinden muss. Und die MKK-Verantwortlichen müssen nach Nutzungsmöglichkeiten für die drei Stockwerke suchen, die sie eigentlich nicht mehr für die geplante Klinik brauchen. Das "Fullhouse" im Poker um die Rahdener Klinik hat Paul Gauselmann in der Hand. Jetzt will er sehen.



