MT-Serie: Wildpflanzen / Mais steht an dritter Stelle des weltweiten Getreideanbaus / Von Spaniern mitgebracht
Schon 5000 Jahre vor Christi Geburt wurde Mais in der Region zwischen Mexiko und Peru kultiviert, weiß man heute. Die spanischen Eroberer brachten Körner nach Europa und bauten Mais ab 1525 an. Anfangs war Mais nur in warmen Gebieten kultivierfähig.
Es wurden später jedoch Sorten für kühlere Klimate gezüchtet, die den Maisanbau in ganz Mitteleuropa möglich machten. Großflächig fand dieser jedoch erst ab etwa 1970 statt. Nach Weizen und Reis steht Mais heute an dritter Stelle des weltweiten Getreideanbaus. Die Jahrtausende lange Geschichte der Maispflanze hat zur Entwicklung zahlreicher Sorten geführt.
Im Gegensatz zu seinen verwandten Süßgräsern sitzen beim Mais die männlichen und weiblichen Blüten nicht in einem Blütenstand zusammen. Die männlichen Blütenrispen mit den Pollen findet man an der Spitze der Maispflanze; die weiblichen Blütenstände sitzen allein, zu zweit oder zu dritt jeweils von großen Hüllblättern umgeben wie Seitentriebe an den Stängeln. Die Griffel schauen oben aus dem Kolben heraus und werden vom Wind bestäubt. Für Bienen sollen die angenehm duftenden Pollen eine reiche Nahrungsquelle darstellen.
Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich die allseits bekannten Maiskörner, die gegrillt direkt vom Kolben geknabbert werden können. Mais wird vom Menschen als Gemüse, für Suppen und Polenta zubereitet und - nicht zu vergessen - zu Popcorn verarbeitet. Da Maismehl kleberarm ist, wird es mit Weizenmehl vermischt, um Brot daraus zu backen.
Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich die allseits bekannten Maiskörner, die gegrillt direkt vom Kolben geknabbert werden können. Mais wird vom Menschen als Gemüse, für Suppen und Polenta zubereitet und - nicht zu vergessen - zu Popcorn verarbeitet. Da Maismehl kleberarm ist, wird es mit Weizenmehl vermischt, um Brot daraus zu backen.
In armen Regionen Mittelamerikas und Afrikas, in denen Mais als Hauptnahrungsmittel gilt, tritt eine Unterversorgung an Vitamin B3 auf. Die dadurch entstehende Krankheit Pellagra kann in wenigen Jahren zum Tod führen. Mais ist also biologisch betrachtet nicht vollwertig.
Die Autorin ist als Landschaftsökologin Fachfrau für Wildpflanzen.
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