Sie werden mit Vorliebe von Eichhörnchen, Spechten und Eichelhähern verspeist. Die Tiere tragen auch zur sogenannten Speicherausbreitung des Haselstrauches bei. Nüsse, die zum Beispiel von Eichhörnchen als Wintervorrat vergraben und dann vergessen werden, treiben im Frühjahr zu neuen Pflanzen aus. Das sehr selten gewordene Haselhuhn ernährt sich von den Blättern des Strauches. Weiße Maden in den geknackten Nüssen sind die Larven vom Haselnussbohrer, einem Schmetterling. Solche von innen her aufgefressenen "tauben" Nüsse erkennt man von außen schon an den kleinen Löchern in der Schale.
Rezept Haselnussbrezeln
- Zutaten: 200 g Butter oder Margarine, 200 g Zucker, 1 P. Vanillezucker oder etwas Vanillemark, eine Prise Salz, 3 Eier, 300 g Mehl, 100 g Speisestärke, 100 g geriebene Haselnüsse.
- Butter, Zucker, Vanille und Salz schaumig schlagen. Eier, Mehl und Stärke abwechselnd einrühren. Mit bemehlten Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten und 30 Min. im Kühlschrank ruhen lassen.
- Auf bemehlter Fläche Teig in 20 cm lange bleistift- bis fingerdicke Rollen formen und daraus die Brezeln zusammenlegen. Auf eingefettetem Backblech im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten auf 180 Grad goldgelb backen.
- Tipp für faule Bäcker/innen: kleine Teighäufchen auf das Blech setzen, eine ganze Haselnuss in die Mitte drücken und backen. (mt)
Aber auch der Mensch hat sich schon seit jeher den Strauch zunutze gemacht. Die Zweige dienen als Korbmacher- und Wünschelruten, das
Holz wurde zur Herstellung von Schießpulverkohle genutzt. Früher glaubte man, die Hasel könne alles Böse, wie zum Beispiel Hexen und Schlangen abwehren. Bereits in der Steinzeit hatte die Haselnuss als Nahrungsmittel einen hohen Stellenwert. Die kalorienreichen Früchte der wild wachsenden Sträucher werden nicht so groß wie die der Kultursorten.
In der Küche sind Haselnüsse allseits bekannt. Man kann sie roh oder geröstet verzehren, zu Brotaufstrich oder gerieben zu Gebäck verarbeiten. Da sie sehr nahrhaft sind und sich sehr lange halten, findet man Haselnüsse fast in jedem Müsli oder Studentenfutter. Weniger bekannt ist die Haselnussmarmelade: 400 g Honig mit 1dl Wasser erwärmen und mit 250 g gemahlene Haselnüsse und 50 g geriebene Schokolade gründlich verrühren.
Leider löst diese nahrhafte Frucht bei vielen Menschen als Allergien Atembeschwerden aus. Andererseits sollen gut gekaute Haselnüsse überschüssige Magensäure binden und so bei Sodbrennen Linderung verschaffen.
Die Autorin ist als Landschaftsökologin Fachfrau für Wildpflanzen.
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