In Gärten, Parkanlagen und gelegentlich in Heckenpflanzungen in der freien Landschaft sind heute jedoch mehrere Amelanchier-Arten als Ziersträucher angepflanzt, so vor allem die Kanadische Felsenbirne (Amelanchier lamarickii), auch Kupfer-Felsenbirne genannt.
Die in Nordamerika beheimatete Art ist in Nordwestdeutschland schon seit langer Zeit in Kultur und hat sich stellenweise verwildert.
Der zwei bis drei Meter hoch werdende Kleinstrauch bevorzugt sonnige Lagen, gedeiht aber auch im Halbschatten. Die schmackhaften, im Juli reifenden, rötlich bis tief blauvioletten Apfelfrüchte schmecken am besten roh. Die Kelchblätter haften noch an den Früchten, die in Aussehen und Geschmack an Heidelbeeren erinnern. Getrocknet können sie wie Rosinen verarbeitet werden. Die Felsenbirne heißt daher auch "Korinthenbaum" und da sie besonders in Norddeutschland als Kulturpflanze von Bedeutung ist, werden die getrockneten Beeren auch als "Ostfriesische Korinthen" bezeichnet. Die Früchte gelieren sehr gut und könnten auch ohne Zucker zu Marmelade eingekocht werden. Sie lassen sich aber auch gut einfrieren oder zu Gelee und Sirup verarbeiten.
Da auch Vögel diese schmackhaften Früchte zu schätzen wissen, ist die Erntezeit meist nur kurz. Zu große Mengen sollten roh nicht gegessen werden, da die Kerne geringe Mengen an Blausäure aufweisen. Erhitzte Früchte sind dahin gehend unbedenklich.
Alles in allem ein interessantes Gehölz. Da gibt es nur eines: in den eigenen Garten pflanzen! Es lohnt sich! Schon im zeitigen Frühjahr erscheinen die weißen Blüten, die von verschiedenen Insektenarten besucht werden. Im Sommer erfreuen wir uns mit den Vögeln an den leckeren Früchten und im Herbst wartet vor allem die Kupfer-Felsenbirne mit einer dekorativen leuchtend orangeroten Färbung auf.
Die Autorin ist als Landschaftsökologin Fachfrau für Wildpflanzen.
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