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17.01.2012
Einkaufsstraße statt Einkaufscenter
MT-Serie: Ideenskizzen für ein Einkaufscenter im Rathausquartier/WP teilt Neues Rathaus
VON HANS-JÜRGEN AMTAGE

Minden (mt). Der Meerbuscher Investor WP Real Estate ist der Vierte im Bunde der Interessenten, die sich eine Entwicklung des Rathausquartieres mit einem Einkaufszentrum vorstellen können.

Das Foyer der Rathaus-Passage teilt den Deilmann-Bau am Kleinen Domhof in zwei Teile. Eine gläserne Brücke verbindet die beiden Gebäudeteile. Grafik: WP Real Estate/RKW

Das von WP "Rathaus-Passage" genannte Objekt sei keine abgeschlossene Mall, betonen die Planer, die - ohne Grundstückskosten - ein Investitionsvolumen von gut 21 Millionen Euro ermittelt haben. Die Passage sei ein Teil der Stadt und zitiere als eine Art Gasse die bestehenden Strukturen in Minden. So erhalte die neu entstehende Verbindung zwischen dem Scharn und dem Kleinen Domhof aufgrund ihrer Geschäftsfassade zusätzlich den Charakter einer wirklichen Straße.

Ein durchlaufendes Glasdach, leicht konstruiert, soll ebenfalls dazu beitragen, dass nicht der Eindruck eines geschlossenen Einkaufscenters herrscht. Es soll lediglich als Witterungsschutz dienen.

Das Objekt ist zweigeschossig angelegt. Alle Geschäftsflächen sollen aber vom Erdgeschoss erschlossen werden. Nur ein Lebensmittelmarkt im Untergeschoss würde über eine Rolltreppe in der Mitte der Garage bedient. Der Markt würde zudem von der direkten Anbindung an die Tiefgarage profitieren.

Neu gestaltet würde das Foyer des Neuen Rathauses am Kleinen Domhof. Teile des Deilmann-Baues müssten abgerissen werden, damit ein repräsentativer Zugang zur Rathaus-Passage entstehen kann. Hier könnte auch das Bürgerbüro angesiedelt werden.

WP Real Estate sieht dabei Synergien, die entstehen, wenn in den oberen Geschossen neue Büroflächen für die Stadtverwaltung entstehen, die im ersten Obergeschoss durch eine filigrane Brücke zwischen den beiden bestehenden Rathausteilen verbunden würden.

Info
Alle Teile der MT-Serie Ideenskizzen für ein Einkaufscenter im Rathausquartier finden Sie im Blickpunkt Innenstadt-Entwicklung

Die Meerbuscher würden die bestehende Tiefgarage teilweise der neuen Situation anpassen und um weitere Stellplätze und Gewerbeflächen - den Supermarkt - erweitern. Die Zufahrt soll weiterhin über die Domstraße bedient werden. Warenanlieferungen für die gesamte Passage sollen über die Straße "Am Rathaus" erfolgen.

WP Real Estate ist seit 15 Jahr als Projektentwickler tätig. 1997 realisierte das Unternehmen für Allkauf das Einkaufszentrum Sachsenallee in Chemnitz. Viel Beachtung fand das Projekt "Hühnerposten" in Hamburg, wo das unter Denkmalschutz stehende Zentralpostamt revitalisiert und zu einem Büro- und Kommunkationsstandort ausgebaut wurde. Aktuell entwickelt WP das Einkaufscenter Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick.

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 16.01.2012 um 21:15:56 Uhr
Letzte Änderung am 17.01.2012 um 03:31:38 Uhr

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Kommentare
@portaneindanke : ja das Kino in am werrepark ist schon ne ecke größer und schöner als unseres - aber das Center hat die Oeynhauser Innenstadtgeschäfte nahezu ruiniert.
Ich möchte sowas nicht für unsere Stadt.
Und dann ständig das Argument mit dem dach als Regenschutz - meine Güte seit ihr Pingelig, zieht euch ne Jacke an und kauft nen Regenschirm!
Kinder habe ich auch zwei - die laufen und toben aufm Spielplatz genug, in der Stadt gehen sie ganz lieb neben mir her (wie sich das gehört)...

Kleinere Umbauten und Renovierungen die optisch ins Bild der Innenstad passen finde ich sehr gut aber bitte keine Riesenklötze im Futurwahn.

Architektonisch könnte das Ganze noch etwas überarbeitet werden, aber die Grundidee ist überraschend und gut. Weiterplanen - und mal positiv an die Sache ran gehen! Schön wäre es, wenn dort oder im Umfeld auch Geschäfte Platz finden, die man nicht in jedem Einkaufscenter findet.

Gegenfrage: Warum sollte Minden das SO hinbekommen?
Es ist doch was anderes ob man irgendwo ein riesen Zentrum hinbaut oder ob man eine gewachsene Innenstadt hat, in die man sowas integrieren muß.

...sollen also alle Städte die gleichen gräßlichen Reisencenter bauen (lassen)??
Ob man drinnen oder lieber draußen geht, ist geschmacksache und leigt im Ermessen des einzelnen. Ins Kino, ins Eiskaffee, zur Pizzeria und dergl. kann man in Minden auch.
Und was die Kinder angeht: da verkneife ich mir jeglichen Komentar.

Warum lassen wir als fünfköpfige Portaner Familie unser Geld im Werrepark und nicht in Minden? Im abgeschlossenen Center können die Kinder auch mal laufen, die Parkplätze sind kostenlos, es gibt interessantere Geschäfte (Spielzeugmarkt, Elektrodiscounter) unter Dach regnet es nicht und hinterher kann man noch schön ins Kino gehen. Wie soll Minden das hinbekommen?


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