Gerade haben die Essener ihr Eigenkapital signifikant erhöht, mit dem Ziel, ihren Eigenbestand an Einkaufscentern weiter auszubauen. Um 105 Millionen auf rund 340 Millionen Euro steigt damit das Eigenkapital. Die dritte Aufstockung innerhalb eines Zeitraumes von etwas mehr als einem Jahr.
Vor fast 25 Jahren wurde die MFI gegründet. Rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die Aktiengesellschaft tätig, die derzeit 24 Arcaden und Center betreibt und im eigenen Bestand bis 2014 sechs weitere Projekte entwickelt. Darin enthalten sind die Höfe am Brühl Leipzig sowie die Pasing Arcaden München. Mit dem Ruhrpark in Bochum und dem Paunsdorf Center in Leipzig führt MFI gerade eine Modernisierung an den beiden größten Einkaufszentren in West- und Ostdeutschland durch.
2006 hatten die Essener bereits schon einmal in Minden angeklopft. Damals als einer von drei Interessenten, die eine große Einkaufscenter-Lösung im Rathausquartier angehen wollten. Die Duisburger Multi-Development machte dann jedoch das Rennen, scheiterte mit dem Vorhaben im November 2007 aber am Bürgerentscheid über den Abriss des Neuen Rathauses, dem sogenannten Deilmann-Bau.
Aufgrund der Aussendung des Exposés zur Neugestaltung des Rathausquartieres Mitte 2011 hat sich MFI wieder in der Weserstadt gemeldet. Ein Investitionsvolumen von etwa 70 Millionen Euro schwebt dem Projektentwickler vor. Dafür könnte es rund 9500 Quadratmeter Verkaufsfläche geben - für bis zu 50 Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen.
Die Kontur der Minden-Arcaden orientiert sich in der Ideenskizze an der von der Stadt Minden vorgegebenen Grundstückssituation und nimmt zum Kleinen Domhof hin die vorhandenen Gebäudekanten des Neuen Rathauses auf. Das Konzept sieht eine großzügige Durchgangslösung vom Scharn zum Kleinen Domhof vor. Von dieser Durchwegung aus werden die Einzelhandelsflächen des Einkaufscenters erschlossen. Das Untergeschoss und das erste Obergeschoss können von einem mittig liegenden Kern mit Fahrtreppen und Aufzügen erreicht werden.
Zum Scharn hin könnten über den Geschäftsebenen in einem zweiten und dritten Obergeschoss Büroflächen entstehen. Um die durch die baulichen Veränderungen entfallenden Büroflächen im Rathaus auszugleichen, wäre die Schaffung weiterer Verwaltungsräume zum Kleinen Domhof hin möglich. MFI sähe außerdem zwei Tiefgaragenebenen mit jeweils rund 220 Stellplätzen vor. Insgesamt ähnelt die Ideenskizze für die Minden-Arcaden einem klassisch konzipierten Einkaufszentrum.
In der morgigen Ausgabe: Ideenskizze des Duisburger Projektentwicklers Multi Development.
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