Diesen Beschluss fasste jetzt der Hauptausschuss und folgte damit dem Vorschlag der Verwaltung, der Anregung der Teileigentümer im Rathausquartier auf Basis der Gemeindeordnung nicht zu folgen. Die hatten bereits im Juli von der Politik gefordert, die 2006 erlassene Sanierungssatzung auszusetzen.
An dieser Haltung habe sich nichts verändert, erklärte Rechtsanwältin Susan Becker in der Ausschusssitzung für ihre Mandanten. Die haben schon seit Monaten kein Verständnis mehr dafür, dass der Bodenverkehr in dem Quartier von der Stadt kontrolliert werden muss. Denn aus ihrer Sicht hat sich seit dem Bürgerentscheid im Jahr 2007 nichts getan, was auf eine größere Einzelhandelsentwicklung am Rathaus hinweist. Und die sollte ursprünglich mit der Sanierungssatzung unterstützt werden.
Doch die Stadt sieht das anders. Es gelte weiterhin, beispielsweise Sperrkäufe zu verhindern, betonte erneut der Bau-Beigeordnete Klaus-Georg Erzigkeit. Denn solche Aktionen könnten tatsächlich eine Entwicklung in dem Quartier verhindern oder zumindest erschweren.
Erzigkeit begründet die Haltung der Kommune auch mit dem Zuspruch, den das Exposé zur Neustrukturierung des Rathausbereiches mit bis zu 10000 Quadratmeter Einzelhandel bei potenziellen Investoren gefunden habe. 30 Interessierte haben sich nach der Aussendung von rund 150 dieser Exposés bei der Stadt gemeldet. Die Investoren sollen jetzt aufgefordert werden, bis zum 31. Oktober dieses Jahres Grobskizzen vorzulegen, wie sie sich die Entwicklung im Innenstadtkern vorstellen. In einer Art Planungswerkstatt sollen die Entwürfe dann diskutiert werden.
Für die Teileigentümer bedeutet die Entscheidung des Hauptausschusses, dass Immobilienverkäufe weiterhin nur mit Genehmigung der Stadt erfolgen können, und auch bei Vermietungen hält die Kommune die Hand drauf. Bürgermeister Michael Buhre versicherte aber, dass die Satzung umgehend aufgehoben werde, wenn sich abzeichne, dass keine Entwicklung im Rathausbereich möglich sei.
















Verloren ist das Gleichgewicht.
So töricht ist der Mensch. - Er stutzt,
Schaut dämisch drein und ist verdutzt,
Anstatt sich erst mal solche Sachen
In aller Ruhe klarzumachen. -
Hier strotzt die Backe voller Saft; Da hängt die Hand, gefüllt mit Kraft.
Die Kraft, infolge der Erregung,
Verwandelt sich in Schwungbewegung.
Bewegung, die in schnellem Blitze
Zur Backe eilt, wird hier zu Hitze.
Die Hitze aber, durch Entzündung
Der Nerven, brennt als Schmerzempfindung
Bis in den tiefsten Seelenkern,
Und dies Gefühl hat keiner gern.
Ohrfeige heißt man diese Handlung,
Der Forscher nennt es Kraftverwandlung.
Wilhelm Busch