Kommune setzt auf einen Verfügungsfonds in Höhe von 600000 Euro/Aufwertung des historischen Kernbereiches
Privates Engagement und private finanzielle Ressourcen für den Erhalt und die Entwicklung zentraler Stadtbereiche zu aktivieren, das ist das Ziel dieses Fonds, dessen Einrichtung von der Politik beschlossen wurde. Möglich wird dieses Angebot durch die Förderrichtlinien des Landes zur Stadterneuerung und damit verbundene Zuschüsse.
So sieht der Förderantrag der Kommune zunächst eine Laufzeit bis 2015 vor. Das Gesamtvolumen des Fonds beträgt 600000 Euro. Die eine Hälfte muss aus privaten Mitteln kommen, die andere Hälfte schießt die öffentliche Hand zu. Dieser öffentliche Beitrag wiederum besteht zu 70 Prozent aus Mitteln des Landes, zehn Prozent (30000 Euro) will die Stadt einbringen und die noch fehlenden 20 Prozent von privaten Spendern generieren. So ginge die Rechnung auf, aus einem privaten Euro zwei zur Verfügung stehende zu machen, um beispielsweise Hinterhöfe oder Fassaden zu gestalten, Stadtmobiliar zu ergänzen und damit das Stadtbild insgesamt aufzuwerten.
"Aus dem Verfügungsfonds sollen kleinere und in sich abgeschlossene Maßnahmen, die keine weiteren Folgekosten haben, kurzfristig und unbürokratische finanziert werden", schildert der zuständige Mindener Beigeordnete, Klaus-Georg Erzigkeit. "Diese Maßnahmen sollen vorwiegend der Aktivierung von Potenzialen der Eigentümer und der in dem Fördergebiet Lebenden und Arbeitenden für Entwicklungsprozesse in der Innenstadt dienen." Nachhaltigkeit und Imagebildung seien dabei von besonderer Bedeutung.
Das Fördergebiet entspricht ziemlich genau dem historischen Stadtkern innerhalb des Glacisgürtels - ausgenommen ist allerdings das Rathausquartier. Diese Einschränkung auf das Kerngebiet bedauern allerdings die Linken, die auch das Rechte Weserufer gerne mit einbezogen sähen.
Die Fördergrundsätze sind in Vergaberichtlinien festgeschrieben. Über die Verwendung der Mittel aus dem Verfügungsfonds und die Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen entscheidet ein zehnköpfiges Gremium, dem Geschäftsleute aus der City ebenso angehören wie Politiker und als Vertreter der Stadtverwaltung Klaus-Georg Erzigkeit.
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