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09.07.2011
Sollten Busse Sperren passieren?
Widersprüchliche Aussagen nach Schüler-Odyssee am Brandtag

Porta Westfalica (hn). Es hat bei den Straßensperrungen wegen des Brandes bei Tönsmeier am 1. Juli keine Sonderdurchfahrtserlaubnisse für Busse des ÖPNV gegeben. Diese offizielle Aussage der Polizei stößt auf Widerspruch.

Es hat zwar tatsächlich keine solche Erlaubnis gegeben, aber ein in der Gesamtschule in Lerbeck an jenem Freitag anwesender Polizist habe "uns mitgeteilt, dass die Busse trotz Sperrung durchgelassen werden", kommentiert die Leiterin der Gesamtschule Dorothee Scheck eine Passage im MT Bericht von gestern.

Von Bürgermeister Stephan Böhme habe sie die Information bekommen, "dass der öffentliche Nahverkehr planmäßig läuft". Das bestätigt Böhme, der sich gegenüber dem MT auf ein Telefongespräch seiner Mitarbeiterin mit dem Buslinienbetreiber BVO beruft, wonach die Linienbusse trotz Absperrungen den Linienverkehr aufrechterhalten. Die Busse würden von der Polizei durchgelassen, hat die Mitarbeiterin die telefonische BVO-Auskunft in einem Vermerk festgehalten. Es könne aber zu Verzögerungen kommen.

Schüler kritisiert Busfahrer

Eine Leserin schreibt auf MT-Online, sie habe vom Busunternehmen die Auskunft bekommen, "alle Busse sollten trotz Sperrung die B482 befahren können, da man eine Genehmigung der Polizei hätte". Das habe ihr auch die Stadt bestätigt.

Info
Mehr zum Thema finden Sie im Blickpunkt "Großbrand bei Tönsmeier"

Kritik wird zudem am Busfahrer und am von BVO beauftragten Subunternehmen geübt. Ein Schüler, der in besagtem, offenbar überfüllten Linienbus nach Eisbergen war, schreibt, dass Schüler, die nach der Türöffnung "über den Tunnel geklettert und zur Schalksburg gegangen sind", dort vom Busfahrer nicht mehr aufgenommen worden seien.

Er beklagt auch, dass in den alten Bussen sich die Fenster nicht öffnen ließen, der Fahrer sich geweigert habe, eine Tür zur Kühlung aufzumachen, einigen Schülern der Schweiß "nur so runter fiel".

Dass Schüler geschrien hätten, der Tunnel sei gesperrt, habe den Fahrer nicht davon abgebracht, den Umweg zu versuchen.

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 08.07.2011 um 21:18:16 Uhr
Letzte Änderung am 09.07.2011 um 03:38:40 Uhr

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Mehr zum Thema in mt-online.de
Kommentare
Ich kann das auch alles nicht verstehen. Es wird hier so ein riesen Fass aufgemacht wegen nichts und wieder nichts. Natürlich muss auch wieder ein Prügelknabe her...egal was der Busfahrer gemacht hätte - er hätte Druck von den "überfürsorglichen" Elternteilen bekommen. Die gehen ja sowieso wegen jeder Kleinigkeit die ihre Schützlinge betreffen auf die Barrikaden und prangern irgendwelche Missstände an...mein Gott: wir haben damals als Kinder auch überlebt...und ja - es war auch vor 10 jahren schon warm und Eng im Bus.

Herr Schulz!!!
Sie sprechen mir aus der Seele! ALs Schulbusfahrer "neuerer Zeit" kann ich Ihnen nur Recht geben.
Bzgl. der Fenster ging es wahrscheinlich im die in vielen Bussen verbauten im oberen viertel der Scheiben zu öffnenden Klappscheiben. Diese gibt es sehr wohl in den meisten Bussen, führen aber ebenso wie die Dachluken zu keinerlei "Erfrischung". Leider sind auch die Busse "neuerer Bauart" der BVO nicht (oder zumindest bur zum Teil) mit einer Klimaanlage ausgestattet. Nicht das hier der Eindruck entsteht das wäre Standard. Auch der neue Betreiber musste hier sparen!!!
Gruss Insider

Als langjähriger ehemaliger Schulbusfahrer möchte ich folgendes bemerken. Grundsätzlich können in Bussen aus Sicherheitsgründen keine Fenster geöffnet werden. Die Türen haben nur für den Notfall manuell bedienbare Ventile mit denen die Schubzylinder der Türen entlüftet werden und so die Türen per Hand geöffnet werden können. Jeder Bus verfügt über eine Lüftungsanlage die mit starken Gebläsen die den ganzen Bus gleichzeitig auch im Stand mit Frischluft versorgen. Dazu zusätzlich mindestens drei Dachluken die sich auch manuell öffnen lassen. Busse neuerer Bauart verfügen über thermostatgesteuerte Klimaanlagen, die allerdings nur bei geschlossen Dachluken und Türen funktionieren. Wenn hier schlecht erzogene Kinder verbotenerweise die hintere Tür dieses Bussen geöffnet haben und sich sogar noch die Eltern über den Busfahrer beschweren, liegt es wohl an der deren eigener Leichtfertigkeit, wie die Eltern ihre Kinder zu ihrem Verhalten während des Bustransportes erziehen.

Der Busfahrer muß sich auf den Verkehr selber und die jeweiligen Verkehrssituationen konzentrieren und selbständig Entscheidungen im Moment treffen. In keinem Fall ist der Busfahrer für das Fehlverhalten schlecht erzogener Kinder verantwortlich.

Hilfreich wäre es, wenn doch die ach so besorgten Eltern sich freiwillig als Busbegleiter engagieren würden und so tatsächlich für die Sicherheit ihrer Kinder beitragen würden.

Danke liebe Mareike!
Wenigstens ein Mensch der normal denkt.

Unser lieber vorheriger Schulbusfahrer hätte gewusst, was zu tun ist .Nämlich das Feld von hinten aufrollen und über Todenmann nach Eisbergen, Lohfeld und Hausberge fahren,dann wären unsere Kinder sicherlich schneller und sicherer ans Ziel gelangt, aber wer sich nicht auskennt.....Traurig für unsere neuen Busfahrer, ihr könntet von den alten Fahrer noch viel lernen!!
Und ich bin kein ehmaliger vom VMR, nur eine
Mutter, die mit dem jetzigen Zustand Busverkehrs sehr unzufrieden ist!!



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