Der jetzt von der Geschäftsführung und dem politischen Träger geplante Sanierungsprozess sei notwendig, werde aber in seiner Form von den Beschäftigten der Mühlenkreiskliniken und ihrer Gewerkschaft Verdi weiterhin in Frage gestellt, heißt es in einer Verdi-Erklärung vom Montag.
Schon im Oktober habe sie dem Verwaltungsrat und der Geschäftsführung einen gemeinsamen und gleichberechtigten Sanierungsprozess unter Einschluss von Sanierungstarifverhandlungen angeboten. Alle Bemühungen der Gewerkschaft, diesen Prozess durch eine Sanierungsrahmenvereinbarung politisch zu vereinbaren, seien "aber letztendlich an einer destruktiven Blockade des Verwaltungsrates und der Geschäftsführung gescheitert."
Die vom Vorsitzenden des Verwaltungsrates in der letzten Woche erfolgte öffentliche Erklärung, dass eine gleichberechtigte Beteiligung der Arbeitnehmer am Sanierungsprozess über ihre Gewerkschaften rechtlich nicht möglich sei, sei nicht richtig. Die NRW-Gemeindeordnung lasse Spielraum, einen gleichberechtigten Beteiligungsprozess zu gestalten. "Wenn man dies nicht will, ist es ausschließlich eine politische Entscheidung des Kreistages, seiner Fraktionen und des Verwaltungsrates", spezifiziert Verdi ihre Auffassung, dass hier der politische Wille zur Anerkennung paritätisch getroffener Entscheidungen im Rahmen dieses Prozesses gemeint sei. Paritätische Mitbestimmung im Verwaltungsrat sei nicht gemeint, erklärte Verdi-Sekretär Volker Hoppmann gegenüber dem MT.
Die jetzt "vom Verwaltungsrat der Geschäftsführung einseitig vorgenommene Ausschreibung und Auswahl des Beratungsunternehmens" wird von der Gewerkschaft weiterhin kritisiert. Damit würden entscheidend auch die Inhalte des Sanierungsprozesses festgelegt. Die Gewerkschaft befürchtet, dass "wie in den letzten sechs Jahren Millionen Euro an Beratungshonoraren ausgegeben werden, die nicht zum wirtschaftlichen Erfolg führen." Im Gegenteil seien viele dieser Konzepte erst die Ursachen für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des MKK-Unternehmens.
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