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14.03.2009
Klinikum Kostenfresser bei Energie
1,3 Millionen Euro höhere Kosten im Vergleich zu den beiden Altstandorten 
VON HANS-JÜRGEN AMTAGE

Minden (mt). Die Energie- und Instandhaltungskosten fallen im neuen Johannes-Wesling-Klinikum rund 1,3 Millionen Euro höher aus als an den beiden Klinik-Altstandorten. Geplant war im neuen Krankenhaus in diesem Kostenbereich aber eine Verringerung in Höhe von etwa drei Millionen Euro.

Das neue Klinikum verursacht deutlich höhere Energiekosten. MT-Archiv | foto: Edwin Dodd

Allein die Energiekosten liegen nach MT-Informationen im laufenden Jahr für den Neubau in Minden-Häverstädt bei 4,54 Millionen Euro. 1,15 Millionen Euro mehr als im Jahr 2007. Damals waren die Klinikum-Standorte an der Friedrichstraße und der Portastraße in Minden noch voll in Betrieb. Im März des vergangenen Jahres wurde der Neubau in Häverstädt bezogen.

Besonders der Stromverbrauch schlägt bei den Mehrkosten zu Buche, wie aus dem nicht öffentlichen Bericht des Prüfungsamtes des Kreises Minden-Lübbecke über die Finanzierung des Johannes-Wesling-Klinikums hervorgeht. Waren es im Jahr 2007 noch gut 1,3 Millionen Euro, stehen für dieses Jahr 2,4 Millionen Euro für Strom im Plan. Die übrigen Kosten wie Wasser und Abwasser sowie Wärme/Fernwärme/Dampf sind stabil geblieben.

Probleme scheint dabei die "großzügige Bauweise", wie es im Prüfbericht beschrieben wird, zu bereiten. Bei rund 96 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche stehen 46 000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. So muss allein die Belüftunganlage im Vergleich zu den Altstandorten die vierfache Menge Luft bewegen. Aber auch zusätzliche Großgeräte für die Diagnostik sowie die drahtlose Datenverbindung und die umfangreiche Sprinkleranlage fordern ihren finanziellen Tribut.

Mehrkosten von rund 150 000 Euro gibt es außerdem bei der Instandhaltung und Instandsetzung im neuen Klinikumsgebäude. Waren es an den Altstandorten vor zwei Jahren 4,16 Millionen Euro, die der Krankenhausträger dafür ausgab, werden jetzt im Plan 2009 mehr als 4,31 Millionen Euro ausgewiesen.

Mit 2,9 Millionen Euro fallen die Wartungskosten im neuen Klinikum eine Million Euro höher aus als an den beiden Altstandorten. Kompensiert wird dieser Betrag allerdings durch deutlich geringere Beträge bei der Instandhaltung von technischen Anlagen und der Einrichtung, wie der Prüfbericht zeigt.

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Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2010
Dokument erstellt am 14.03.2009 um 01:24:31 Uhr
Letzte Änderung am 14.03.2009 um 02:59:18 Uhr

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