Die Band "warumLila?" hat ihren Stil gefunden - "Lieder ein Spiegelbild von uns selbst"
Veröffentlichung der ersten CD
VON ROLF GRAFF
Minden (rgr). Entspannt sitzen die Musiker von "warumLila?" in ihrem Proberaum, der mit Kamin und Gewölbe wohl der schönste im Kreis ist und erzählen von ihrer Gruppe.
Bevor sie auf den Gedanken kamen eine Band zu gründen, bestand schon die Freundschaft zwischen den Brüdern Tim und Micha Hilgenberg und den Zwillingen Fridolin und Anton Kisker. Da die Vier Unterricht auf verschiedenen Instrumenten nahmen, wurde schon früh etwas Gemeinsames probiert. Mit Esther Struhlik kam bald eine kraftvolle Sängerin dazu und man probte für die erste Präsentation vor Jugendlichen einer freikirchlichen Gemeinde. Da dieser Auftritt gut ankam, beschloss die Band, die noch lange ohne Namen auskam, weiterzumachen.
Zuerst probte sie Lieder für mehrere Gottesdienste und Jugendevents und sammelte so, mit Unterstützung von älteren Musikern, erste ermutigende Erfahrungen. Da die musikalischen Vorlieben bald aber der härteren Gangart galten und die Gruppe Blindside, die auf dem Maiday spielte, bleibende Eindrücke hinterließ, war die neue Richtung schnell klar. Esther stieg bald aus und bei einem Bandcontest in Eickhorst lernte die Band den Sänger Vitalli Peters kennen, der als Frontmann der Gruppe "Raise your Hat" schon recht erfolgreich war.
Vitalli übernahm bald das Mikrofon und die Songs der Gruppe, die sich inzwischen Alleynoise nannte, wurden melodischer. Vitalli war es, der darauf drängte deutsche Texte zu schreiben, da es für ihn einfacher ist, sich in der Muttersprache auszudrücken und die Zuhörer sich eher mit dem Text auseinandersetzen. Der Rest der Band war skeptisch, als er aber einen ihrer Songs neu textete, fanden sie alle, dass er so viel cooler klang.
Für die neue Stilrichtung musste auch ein passender Name her. "Den Namen warumLila? kann man sich gut merken", erzählen die Musiker, und darüber, dass man grafisch auch Einiges damit machen kann, freut sich Vitalli, der auch bei der Gestaltung von Werbematerial viel Talent zeigt.
Die meisten Songs schreiben Vitalli und Gitarrist Anton zusammen. Am Angang steht meist eine Akkordfolge, zu der sich eine Melodie entwickelt und der Text entsteht meist später. Auch Keyboarder Tim schreibt immer mehr und gemeinsam mit Micha (Bass) und Frido (Schlagzeug) werden die Songs dann arrangiert.
Textlich möchten sie authentisch sein: "Die Lieder sind ein Spiegelbild von uns selbst. Wir schreiben über das was wir tun, über Glück, Gesellschaft, die Liebe und haben auch einen Song über Selbstzweifel". Missionarisch wollen sie nicht sein, "da aber der Glaube zu unserem Alltag gehört, kommt er auch immer wieder in den Texten vor".
Immer noch spielen sie regelmäßig im Gottesdienst, empfinden das aber manchmal als Belastung, da das Einüben der Lieder Zeit kostet, die für die Beschäftigung mit dem eigenen Material und das Schreiben neuer Songs fehlt.
Stolz sind warumLila? auf ihre erste CD, die seit einigen Wochen draußen ist. Sie enthält fünf gut arrangierte und ausgefeilte Poprock-Songs mit Einflüssen aus dem Elektropop der 80er und wurde bei Christopher Bolte von Analogue aufgenommen. "Das ist die Musik, die zu unseren Fähigkeiten passt und wir möchten damit eine positive Atmosphäre schaffen, denn viele der Bands heute klingen uns einfach zu negativ." Die CD kommt bei den Fans gut an und beim Stadtfest in Porta konnten viele die Lieder bereits mitsingen. Die nächsten Auftritte sind schon geplant und bis dahin verspricht "warumLila?" weitere neue Songs.
stehenden Code hier ein*: