Exhaust rockten die 80er bis die Feuerwehr kam / Schwerpunkt liegt heute auf Studioarbeit
Der erster Auftritt unter diesem Namen findet am 29. Januar 1982 im Jugendtreff in Vennebeck statt. "Die oben genannten Eigenschaften haben wir heute immer noch, aber wir versuchen, sie nicht immer so gleichzeitig (wie damals) zu zeigen", erzählen die Musiker. Es folgen viele Auftritte, hauptsächlich mit eigenen Kompositionen und 1984 gibt es im Plattenladen der legendären "Mutter Weimann" mit "Interceptor", gesungen von Frank König, die erste Single, die in den Mindener Verkaufscharts schon bald führt.
Ihren Sound findet die Gruppe, als das Keyboard in den Vordergrund rückt. Die Suche nach dem eigenen Stil beschreibt Gitarrist, Bassist und Sänger Torsten Redecker heute so: "Wir kamen früher alle aus unterschiedlichen musikalischen Ecken, von Heavy Metal bis Deutschrock. Das hat natürlich unseren eigenen Stil geprägt. Ich denke, man kann ihn grob mit "Melody-Rock" beschreiben - mal mehr, mal weniger kommerziell, mit intelligenten Melodien und (manchmal sogar) ebensolchen Texten".
Exhaust - Sand Race (2007)
Neben Torsten "Pabst" Redecker gehören Thomas "Klön" von Kölln (Keyboards), Michael "Seppo" Gerber (Gitarre, Bass), ) und Axel Müller (Drums) dazu. Zwischendurch hat die Besetzung mehrfach gewechselt, aber alle Musiker des heutigen Line-Ups sind Gründungsmitglieder. Zur nächsten Probe, freut sich die Band, hat sich der ehemalige Bassist Jürgen Buhrmester, aus der reinen Heavy-Metal-Zeit 1984/85, angesagt.
1988 gibt es wieder einen Wechsel. Olaf Kaiser übernimmt den Bass und es kommt zum legendären Konzert in der "Box" in neuer und alter Besetzung. Kurz darauf brennt der Proberaum mitsamt Equipment und erst einmal ist Schluss.
Über die Jahre haben die Musiker immer irgendwie Kontakt: "Wenn nicht musikalisch, dann als Kumpels oder wie im Falle von Michael und Torsten als Arbeitskollegen". Zurzeit treten Exhaust, die sich in den 90ern wiederfinden, meist nur im privaten Rahmen auf und die Lust auf öffentliche Liveveranstaltungen ist bei den Musikern unterschiedlich ausgeprägt.
Der Schwerpunkt liegt klar auf Studioarbeit: "Alle paar Monate überarbeiten wir ein altes Stück aus unserem Tonarchiv und stellen es auf unserer Website
www.exhaust-rock.com online. Da haben wir schon eine richtige "Fangemeinde". Demnächst kommen deshalb verstärkt neue Stücke dazu. Wir wollen das schon möglichst perfekt machen... und eins darf man nicht vergessen: Vieles vergeht, aber die Songs bleiben bestehen."
Wie sehr Exhaust noch im Bewusstsein mancher Leute ist, offenbarte kürzlich die Kneipenbegegnung mit einem Fan, der damals der Band von Auftritt zu Auftritt folgte. Er erinnerte sich noch an längst vergessene Konzerte und rief sogar einige Songs in Erinnerung, die nun wieder aus der Schublade geholt wurden.