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09.11.2009
Wieder feiert die Welt den Mauerfall
"Fest der Freiheit" in Berlin / Staatsgäste aus 30 Ländern / Gedenken rund um den Globus

Berlin (dpa). 20 Jahre nach dem Fall der Mauer feiern Deutsche und Gäste aus aller Welt heute erneut in Berlin das Ende der jahrzehntelangen deutschen Teilung.

Vor dem Brandenburger Tor in Berlin erinnern sogenannte Mauersteine, eine Installation aus etwa 1000 überdimensionalen, bemalten Dominosteinen entlang der ehemaligen Berliner Mauer, seit Samstag an die Teilung der Stadt. | Foto: ddp

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Staats- und Regierungschefs aus rund 30 Staaten zu den Jubiläumsfeiern erwartet, nannte den 9. November 1989 den "glücklichsten Tag der jüngeren deutschen Geschichte".

Zehntausende Menschen aus der ganzen Welt strömten bereits am Wochenende an die einstige Trennlinie zwischen Ost und West. Höhepunkt des Mauerfall-Jubiläums ist heute ein Fest der Freiheit in Berlin. Staats- und Regierungschefs aller EU-Mitgliedsstaaten sowie US-Außenministerin Hillary Clinton und der russische Präsident Dmitri Medwew werden dazu in der Hauptstadt erwartet. Etwa 3000 Journalisten aus aller Welt berichten.

"Mut haben die Bürger gehabt, als sie gegen die kommunistische Diktatur aufbegehrt haben", sagte Merkel gestern bei der Eröffnung das deutsch-deutschen Museums Villa Schöningen an der Glienicker Brücke. "Das was wir erlebt haben, sollte Grund für uns sein, weiter mutig zu sein." Die Brücke war zu Zeiten des Kalten Krieges Schauplatz für den Austausch von Agenten.

In ihrer wöchentlichen Internet-Botschaft hatte die Kanzlerin die Rolle der DDR-Bürgerrechtler und der Kirchen als "mutige Begleiter in der Phase der Montagsdemonstrationen und Friedensgebete" hervorgehoben. Heute will sie mit Vertretern dieser Gruppen und Zeitzeugen über die Brücke der Bornholmer Straße gehen, wo damals die DDR-Bürger zuerst in den Westteil Berlins drängten.

Bundestagspräsident Lammert dankte bei einem festlichen Empfang im Paul-Löbe-Haus des Parlaments den europäischen Bürgerrechtlern. Der heutige Präsident des europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, erinnerte in seiner Rede an die Verdienste seiner Landsleute: "Begonnen hat alles vor der Danziger Werft, geendet hat es vor dem Brandenburger Tor", sagte Busek, der sich in der Gewerkschaft Solidarnosc engagiert hatte. "Die Menschen östlich des Eisernen Vorhangs hatten nur ihre große Herzen gegen die Panzer, aber sie siegten", betonte er.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wurde - stellvertretend für die Bewohner der ehemals geteilten Stadt - mit dem Freiheitspreis des Atlantic Council, einer Denkfabrik in Washington, ausgezeichnet. Weitere "Freedom Awards" gingen unter anderem das deutsche, das polnische, das tschechische und slowakische Volk.

Auch an anderen Orten gedenken die Menschen heute des Mauerfalls vor 20 Jahren. In Paris werden am Montagabend Tausende zu einer Schau erwartet. Auch in London, Belgrad, Warschau und Madrid sind Aktionen geplant. Kommentar / Seiten 2, 19, 27

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Dokument erstellt am 09.11.2009 um 02:37:11 Uhr

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