Dabei deutete zur Pause nichts auf einen Heimerfolg der Ostwestfalen vor 6.893 Zuschauern hin, denn die Gäste nutzten gleich die erste Chance zur Führung durch Ronny Garbuschewski. Der unbändige Siegeswille der Arminen wurde erst nach dem Wechsel belohnt. Eric Agyemang markierte nach 51 Minuten den Ausgleich, Manuel Hornig brachte die Hausherren nach einer Freistoß-Flanke in der 76. Minute 2:1 in Front und Sebastian machte mit seinem Treffer zum 3:1-Endstand zwei Minuten später den Deckel drauf.
DSC-Trainer Stefan Krämer hatte vor der Partie eine Mannschaft angekündigt, die um ihr Leben rennen würde und verzichtete in seiner Startelf sogar auf Spielgestalter Marc Rzatkowski. Und die Arminen setzten zunächst eher ungestüm die Forderung des Coaches um. Chemnitz zeigte die bessere Spielanlage und nutzte einen Schnitzer auf Arminias linker Abwehrseite zur Führung. Die Hausherren blieben auch danach bemüht, doch echte Torgefahr kam selten auf.
Das änderte sich in der zweiten Hälfte: Patrick Schönfeld mogelte sich auf der linken Strafraumseite durch und Agyemang profitierte bei seinem Schuss vom zögerlichen Eingreifen des Chemnitzer Keepers Philipp Pentke. Das nötige Glück stand der Arminia außerdem zur Seite, denn ein Schuss vom Chemnitzer Anton Fink (69.) strich nur knapp am DSC-Gehäuse vorbei.
Dass ausgerechnet Defensiv-Spezialist Hornig für die Führung sorgte, war dagegen kein Zufall. Der 29-Jährige war mit Abstand bester Akteur auf dem Platz und verlängerte einen Freistoß mit aller Entschlossenheit in die Maschen. Beim vorentscheidenden dritten Treffer behielt schließlich Hille die Nerven. Der Angreifer nahm einen Befreiungsschlag kurz hinter der Mittellinie auf, schüttelte zwei Abwehrspieler ab und ließ auch CFC-Torwart Pentke keine Chance. Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen brachten die Arminen den Vorsprung souverän über die Zeit und so blieb die Tatsache, dass Schiedsrichter Thomas Stein dem DSC zwei klare Elfmeter verwehrte, nur eine Randnotiz.
"Chemnitz hat 16 Spiele in Folge nicht verloren. Diese Serie ist bei uns gerissen und das macht mich stolz. Jeder hat das Allerletzte aus sich herausgeholt und dafür sind wir belohnt worden", analysierte der ebenfalls erschöpfte Arminen-Trainer Krämer.