07.03.2012
Nur 45 Minuten lang auf Augenhöhe
Handball: TuS N-Lübbecke verliert trotzdem klar gegen Bundesliga-Zweiten Füchse Berlin
VON RAINER PLACKE UND WILFRIED BRASE

Lübbecke (nw). Der TuS N-Lübbecke nahm die Pokaleuphorie aus dem letzten Heimspiel mit in die nächste Bundesligapartie vor eigenem Publikum. Es reichte jedoch nur, um den Füchsen Berlin 45 Minuten lang einen ebenbürtigen Kampf zu liefern. Der Tabellenzweite entführte die Punkte bei seinem 31:24 (13:13)-Sieg am Ende sicher.

Berliner Mauer: Lübbeckes Frank Loke muss sich in dieser Szene mit zwei Gegenspielern von den Füchsen auseinandersetzen.
Berliner Mauer: Lübbeckes Frank Loke muss sich in dieser Szene mit zwei Gegenspielern von den Füchsen auseinandersetzen. | Foto: Stefan Pollex

"Können wir das schaffen?" las Sven-Sören Christophersen seinen Berliner Mitspielern beim Eintreffen in der Halle vor, was Bob (Hanning) der Baumeister auf dem Fanbanner in der Merkur-Arena fragte. "Nein Bob, hier gibt es nichts zu holen", lautete die Antwort. Der TuS N-Lübbecke mühte sich, so lange die Kräfte reichten, dem Wunsch seiner Fans gerecht zu werden und bot dem Tabellenzweiten Paroli.

Dabei halfen nach einer schweigsamen Anfangsphase, in der die Fans eine gerechte Kartenvergabe für das Final Four in Hamburg forderten, auch die mit Verspätung einsetzende Unterstützung von den Rängen. Wie im Pokalspiel gegen Gummersbach bildete Torwart Nikola Blazicko zunächst den Rückhalt, indem er gleich die ersten beiden Würfe von Jaszka und Bult abwehrte.

Die Gastgeber nutzten die Ballgewinne zum 3:1, wurden in der Folgezeit aber ebenso von den übrigens ohne ihren Macher Bob Hanning angereisten Gästen ausgekontert. Ab dem 6:6 entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Trainer Markus Baur dem angeschlagen in die Partie gegangenen Drago Vukovic (Rippenverletzung) bereits in der ersten Halbzeit kleinere Pausen gab.

In Hälfte zwei blieb Vukovic zunächst ganz draußen und nahm nach einem Zusammenstoß mit Berlins Abwehrspieler Laen endgültig für den Rest des Spiels auf der Bank Platz. Da zudem Arne Niemeyer angeschlagen vom Feld musste, ging Tim Remer zwischenzeitlich auf die Mittelposition.

Beim 11:10 verpasste Tomasz Tluczynski eine Zwei-Tore-Führung, als er an Silvio Heinevetter scheiterte. Die Füchse drehten den Spieß zum 11:13 um, ehe der in der Anfangsphase wieder auf der Bank gebliebene Arne Niemeyer mit einem Doppelschlag ausglich.

Daniel Svensson war es dann, der beim 17:18 und eigener Überzahl mit einem Fehlwurf den Ausgleich und beim 17:19 mit einem Pfostentreffer auch die letzte Anschlusschance verpasste. Nur bis zum 19:21 blieb TuS in Schlagweite. Berlin nutzte die Vorteile nun konsequent aus und sorgte mit dem 19:25 (49.) für die Vorentscheidung.

"Kein Vorwurf an die Mannschaft, Qualität und Quantität auf der Bank haben den Unterschied gemacht", meinten unisono Wirtschaftsbeiratssprecher Armin Gauselmann und Teammanager Zlatko Feric, als sie die Spieler mit aufmunterndem Schulterklopfen in die Kabine schickten.

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Dokument erstellt am 06.03.2012 um 23:26:26 Uhr

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